Profil

Premiere am 28.10.2020

Théâtre de Vidy. Karten gibt es hier.

Bis zum 07.11.2020

Weitere Spieltermine 2020 bis 2022 in Frankreich und der Schweiz. 

 

Ein Schauspieler spricht für die Rolle von Shakespeares Richard III. vor. Er ist fest entschlossen, diesen Bösewicht zu geben, sich an seiner Widersprüchlichkeit zu reiben und seine Menschlichkeit freizulegen. Doch das Urteil über ihn fällt schnell und einhellig aus: Er entspricht nicht dem Profil.

In Form eines kraftvollen, poetischen Monologs blickt der französisch-kongolesische Schauspieler auf diese Erfahrung zurück, er hält die Zeit an und lässt uns eintauchen in einen Sog von tiefvergrabenen Erinnerungen, um sich der Frage zu stellen, was hinter dieser Absage steckt. Ist es ein Mangel an Vorstellungskraft? Die Angst oder das Unvermögen, sich von alten Zuschreibungen zu lösen? Und was bedeutet diese Zurückweisung für ihn: Ist es das Ende von allem oder der Anfang von etwas? Musik und Text schleudern uns mitten hinein in das Ringen mit tiefliegenden Wunden, hartnäckigen Vorurteilen, Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Ausgrenzung; denn die Hoffnung, dass das Theater ein Ort des Widerstands, des Wandels, der Auseinandersetzung sein kann, besteht nicht – sie muss erkämpft werden.

 

Text: Moanda Daddy Kamono

Regie: Magali Tosato

Dramaturgie: Lydia Dimitrow

Bühne & Kostüme: Franziska Keune

Musik: Rodriguez Vangama

Licht: Théo Sérez

Ton und Technik: Charlotte Constant

Mit: Moanda Daddy Kamono, Rodriguez Vangama

Produktion: Compagnie mikro-kit, Compagnie Na Kati, Théâtre de Vidy-Lausanne

Koproduktion: Théâtre Benno Besson

 

Presseecho:

"Wunderbar gespielt, wunderbar inszeniert. (...) Ein wichtiges Stück."

Julie Evard, RTS Fernsehen, Le 19h30, 10/20

Fotos: Samuel Rubio