Joseph Incardona

Joseph Incardona

Asphaltdschungel

Roman

 

Derrière les panneaux il y a des hommes.

Aus dem Französischen

von Lydia Dimitrow

 

Lenos Verlag

339 Seiten

Hardcover mit Schutzumschlag

 

ISBN 978-3-85787-494-9

Erschienen im März 2019

 

CHF 29,00  € 22,00

 

Grand Prix de littérature policière

 

Mehr Infos hier. lenos.ch

Asphaltdschungel

Es ist heisser August. Auf den französischen Autobahnen, in den trostlosen Raststätten, auf den Ruheplätzen für Fernfahrer, den Arbeitsplätzen der Prostituierten, ist viel Betrieb: Touristen, Pendler, Liebespaare, die die Anonymität der Motels schätzen – aber auch Menschen mit anderen Zielen, wie Pierre, ehemaliger Gerichtsmediziner, der seinen Job aufgegeben hat und als rastloser Beobachter Spuren seiner vor Monaten entführten Tochter Lucie zu finden hofft, oder Pascal, ein auf den ersten Blick unscheinbarer Angestellter, der in einem Autobahnrestaurant das Essen ausgibt. Sylvie und Marc sind mit ihrer Tochter Marie unterwegs in die Ferien. Beim Halt an einer Raststätte macht sich Marie selbständig und begibt sich auf einen Rundgang. Sie kommt nicht mehr zurück. Die Polizei geht von einer Entführung aus. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 

 

Joseph Incardona erschafft ein filmreifes Panoptikum von schicksalhaften Begegnungen und Beziehungsmustern. Ganz in der Tradition des Roman noir, entblättert sich eine Geschichte von Verzweiflung und Hoffnung, Lust und Schmerz, Sex und Crime, Trauer und kurzen Glücksmomenten.

 

Für den Roman wurde Joseph Incardona 2015 mit dem renommierten Grand Prix de littérature policière ausgezeichnet – der französische Preis gilt als international bedeutendste Auszeichnung für Werke der Kriminalliteratur.

Auszeichnung

+ Krimibestenliste im Mai (Platz 4) und Juni (Platz 9) 2019, präsentiert von F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur +

 

Presseecho

"Ein grossartiges Beispiel des Roman noir … Incardona schickt die Leser durch die Hölle des Daseins und durch das unfassbare Glück des Lesens."

Roman Bucheli, NZZ, 03/19

 

"Ein Buch, das derzeit seinesgleichen sucht. (…) Vieles deutet schon jetzt darauf hin, dass der Roman das Zeug zu einem Klassiker des Genres hat."

Peter Henning, Spiegel online, 07/19

 

"Incardona zeigt eine Welt, die dem gewöhnlichen Reisenden, der nur flüchtige Berührung mit den Mobilitätstempeln hat – Tanken, Toilette, Kaffee –, verborgen bleibt. Die Welt der Müllberge, die Welt der Fernfahrer, des Straßenstrichs, der kriminellen Geschäfte, Clans und Hehler. Incardona zieht uns mit geballter Sogkraft in dieses Universum, und er tut das schnell und dreckig, atemlos und bildmächtig."

Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06/19

 

"Ein ausserordentlicher Kriminalroman. (…) Joseph Incardona bringt, was sehr selten gelingt, einen vollständig fremden, neuen Ton in die Kriminalliteratur. (…) Wie er den Wettlauf zwischen Polizei, zerstörtem Vater (»ein Raubtier«) und dem sowohl mörderischen als auch traumatisierten Pascal beschreibt, sucht seinesgleichen."

Tobias Gohlis, Die Zeit, 05/19

 

"Kraftvoll, obsessiv und erschütternd: Der Roman des Schweizer Schriftstellers Joseph Incardona ist ein Meilenstein des Roman noir und nichts für zarte Seelen."

Martin Schöne, 3sat Kulturzeit, 09/19

 

"Sex und Crime, Rachegelüste und Schuldgefühle, spannend verpackt und poetisch geschrieben, auch wunderbar übersetzt."

Ziphora Robina, Radio Bremen Zwei, 04/19 

 

"Kriminalliteratur handelt immer von Schmerz, Blut und Gewalt, aber so drastisch, so plastisch und so klug wie in „Asphaltdschungel“ doch eher selten."

Tobias Gohlis, Deutschlandfunk Kultur, 05/19

 

"Exzellent."

Ulrich Noller, WDR Blog, 06/19

 

"Ein fulminanter Kriminalroman."

Christian Schröder, Tagesspiegel, 08/19

 

"Joseph Incardona malt in seinem verstörenden, tiefschwarzen Kriminalroman das flackernde Vexierbild einer Gruppe von Leuten, die nicht mehr funktionieren (...). All das zelebriert er in einem aufgeladenen Staccatostil direkt aus einer rätselhaften Ecke der französischen Philosophie, wo Baudrillard, Foucault und Virilio auf Drogen an einer Theorie der Schnellstraße arbeiten."

Günther Grosser, Berliner Zeitung, 07/19

 

"Asphaltdschungel ist in jeder Hinsicht extraordinär. (...) Ein furios-düsteres Kammerspiel unter freiem Himmel, wie man es seit Tim Krabbés ähnlich gelagertem Klassiker Das goldene Ei nicht mehr gelesen hat. Grandios!"

Peter Henning, Schweiz am Wochenende, 06/19

 

"Incardona schreibt in seinen beeindruckenden Roman neben einem packenden Plot existenzielle wie existenzialistische Fragen ein (…) Ein roman noir, der gnadenlos die Frage stellt: Was ist der Mensch; wie wird er, wie er ist."

Silvia Treudl, Buchkultur, 04/19

 

"Ein ganz aussergewöhnlicher Thriller, der poetisch und dreckig zugleich ist, tiefschwarz und gnadenlos. Ein Buch, das einen peinigt, aber nicht mehr loslässt."

Hanspeter Eggenberger, Tages-Anzeiger, 04/19

 

"Ein Kriminalroman kann auch literarisch ein Erlebnis sein. Joseph Incardona hat ein solches Wunderwerk verfasst. In Asphaltdschungel, aus dem Französischen übertragen von Lydia Dimitrow, passt einfach alles: Die Stimmung (aufgeheizt), das Tempo (130 km/h) die Sprache (Staccato), die Figuren (desillusioniert), die Story (schwarz, schwärzer, am schwärzesten)."

Jolanda Fäh, daswortzumbuch, 04/19